Zum zweiten Mal haben wir einen Winterritt im Engadin organisiert. Waren in 2009 die Bedingungen schon hervorragend, so hat der Winterritt 2010 das Ganze noch einmal getopt. Nachdem es auf der Anreise noch geregnet bzw. geschneit hatte, erwartete uns im Engadin ein wunderschöner Wintertag, der uns am Nachmittag einen blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein bescherte. Zu Gast waren wir wieder auf der Station von Men Juon, der in der Nähe von Scuol den größten Wanderreitbetrieb der Schweiz führt. Wie es sich gehört, verwendet er als Wanderreitpferde überwiegend Freiberger, die an die Anforderungen im Gebirge hervorragend angepasst sind. Men und sein Team gaben sich alle Mühe, uns ein perfektes Reitwochenende zu bieten. Schon bei der Zuteilung der Pferde wurde versucht, jedem "Töpfchen sein Deckelchen" zuzuordnen, was dann auch hervorragend gelang. Nach einem lustigen Freitag Abend im Saloon San Jon traf sich unsere Gruppe um 10.00 Uhr zu putzen der Pferde. Andri, unser Rittführer, unterstützte die Teilnehmer dabei tatkräftig. Nach einer Information zum Ritt und der Einteilung der Reihenfolge der Pferde ging es dann gegen 11.00 Uhr los. Durch einen Lärchenwald ritten wir stetig bergan in das Val S-Charl. Schon bald umgaben uns Stille und Einsamkeit einer fantastischen Bergwelt, umgeben von den Dreitausendern des Unterengadins. Nach einem Probegalopp, bei dem alle Teilnehmer eine gute Figur im Sattel gemacht hatten, konnten wir im Verlauf der nächsten zwei Stunden mehrere lange Galoppaden im tiefverschneiten Val S-Charl genießen. Vor Ankunft auf der Bergstation, wo wir unsere Mittagsrast hatten, ließen wir die Pferde im Schritt verschnaufen. Während wir unsere Mittagsrast mit Engadiner Spezialitäten genossen, ruhten unsere Pferde in Sichtweite des Gastraumes angebunden an einer hitching-rail aus. Nach einer Stunde ging es dann bergab wieder zur Station San Jon zurück. Viereinhalb wunderschöne Reitstunden lagen hinter uns, als wir uns im Saloon San Jon zum "Sundowner" trafen. Auch der Samstag Abend im Saloon war lustig, wenn es auch an diesem Abend nicht ganz so spät wurde. Am Sonntag teilte sich unsere Gruppe dann auf. Die Nimmersatten machten mit Andri nochmals einen Ausritt, die zweite Gruppe genoß eine herrliche Fahrt im Pferdeschlitten mit Glühwein zur Pause, bei der sich dann auch die Reiter wieder einfanden. Als wir dann am Nachmittag die Heimfahrt bei herrlichem Sonnenschein antraten, stand uns noch immer ein verzücktes Grinsen im Gesicht.
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